Schwarze Göttin

Schwarze göttin ach du du tränenloses aas du haß der sich behende einen neuen leider sucht du zorn der wägend…

18. Dezember 2010
Schwarze Göttin

schwarze göttin

ach du
du tränenloses aas
du haß der sich
behende einen neuen leider sucht
du zorn
der wägend liderschwer verführt
zum trug der dann zur hölle keimt
dich, händeringend, wollend
mein verderben auf den lippern fühlen
und meinen leib verzehrend brennen
asche nun was seele
und eine letzte sehnsucht herz
doch du, du lächelst
kälte die mir sonne war
verflucht die heiligkeit der träume
und moder alles hoffen
du kleidest dich in samt und seide
und schmückst den leib mit gold und edelstein
färbst deine lippen rot
und trägst das diadem der täuschung
im hochgesteckten haar
du schwarze göttin meiner not
du ausgeburt der tiefsten hölle
in der ich jubelnd zu vergehen wünsche
18. Dezember 2010

Schwarze göttin II

du gabst mir
diese klinge
"dein weg zu mir
führt über diese schneide
und wenn du wankst
dann sieh
den schlund der deiner wartet
und wenn du gehst
den weg
den ich dir weise
wirst du in dem moment
da du mich findest
ja geteilt, entzwei
und nie mehr wieder eins
mit dir
18. Dezember 2010

schwarze göttin III

den tod-
den fürchten?
nur aus einem grund
so furchtsam
sich verweigern:
weil mit ihm ja auch
das bild in mir verlöscht
die stimme schweigt
-das süßeste verzagen-
um jahre ,jahre will ich bitten
flehn und niederträchtig eifern
um jahre die mir alles nehmen
und doch die größte gabe sind
in ihre leere wahre fülle schenken
das nichts ist groß
18. Dezember 2010

schwarze göttin IV


wenn sich des abends alle lichter
einander schützend glanz
die kälte vor den mauern
sich klirrend in die schreiben krallt
und schnee die stummen hüllt,
die längst vertagten wege
für kurze zeit ein gehen sind,
dann, dann tauchst du auf
du kalter mond
läßt die gereiften weiden zittern
ein fluß im eis des monats
trittst dann zu mir, an meine seite
und nackt vor dir
bin ich der silberling für den verrat
an allem was mir heilig war
18. Dezember 2010

Schwarze Göttin

willst du
dass ich nun opfer
seele, herz
und meinen mut?
willst du,
dass ich dir treue
anstand würde lasse
auf dem altar
den du errichtet
zur allergrößten schmach
-an dem ich betend huld
und achtung zolle-
für jeden fluch
den du ersinnst
du schweigst wie götter schweigen
und läßt dich selbst dein himmel sein
du nimmst mir alles schwarz
das mir die tracht der priesterschaft
verwirfst den glauben
-lüge köstlich sei verschlagen-
ganz du selbst
das evangelium deiner täuschung
den kelch, den kelch gethsemane
zur neige alles
denn es ist vollbracht
der wahnsinn heilsam
gott ein kind das längst verspielt
18. Dezember 2010

Schwarze Göttin V

ich dachte nicht
dass aus dem traum
mit dir
sich stunden winden
wie schlangen
züngeln
gift
der biß im schrei
aus lust und einsamkeit
schillernd das verderbnis
gefühl das opfer
das du verschmähst
nur qual in der umschlingung
ist dir genug
und forderst mehr
leiber, seelen, herzen
reichtum deiner armut
die niemand lindert
nur der tod



liebe schmähst du
18. Dezember 2010

Finis

das tosen nun, die raserei
die erde trägt die leiber
verschlingt verwesend
allen stolzen willen
die schlacht am ende ein remis
die keinen sieger aber opfer sah
die blutgetränkten banner
auf denen erste raben sitzen
noch in der hand der toten streiter
still nun still
und von den sachten hügel sinkt
ein nebel der das elend hüllt
ein kampf vergeblich lang
ein ringen um das nichts
am ende sind die helden narren
und närrisch stolz
auf untergang und tod
18. Dezember 2010
whow...

beeindruckend und heftig!

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