Gedicht sucht Titel

Ich bin ja noch recht neu hier in dieser Runde, aber ich möchte euch nun gerne mit meinem eben entstandenen Gedicht…

01. Juni 2011
Gedicht sucht Titel

Hallo zusammen,

ich bin ja noch recht neu hier in dieser Runde, aber ich möchte euch nun gerne mit meinem eben entstandenen Gedicht erfreuen.
Leider hat es bisher noch keinen Titel, vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Vorschläge und Ideen geben was euch als passender Titel erscheint. Würde mich auf jeden Fall freuen.

So und nun gehts los:


Von allen Menschen hast du mich auserlesen,
Deine Weisheiten zu teilen mit meinem Wesen,
So kommst Du in stillen Nächten zu mir geflogen,
Dann, wenn sich der Lärm der Städte hat verzogen.

Ein lauter heller Schrei entfährt deiner Kehle,
Berührt meinen Geist und belebt meine Seele.
Schwarz und doch leuchtend ist dein Gewand,
Unsere Seelen verbindet ein unsichtbares Band.

Mit deinem leuchtenden Auge siehst du mich an,
Ich fühl mich verwandelt, steh in deinem Bann
Weiß, dass die Zeit gekommen ist sich zu erheben,
Dir zu folgen nun und leise davon zu schweben.

So fliegen wir nun davon wie in jeder Nacht,
Zu einem geheimen Ort von schönster Pracht,
Vereint sind unsere Körper, Geist und Kraft,
Erreichen das, was sonst wohl keiner schafft.

Am nächsten Morgen kehren wir dann zurück,
Beflügelt von neuen Erfahrungen, dem Glück,
In Freundschaft trennen sich nun unsere Wege,
Bis erneut die Nacht auf diese Welt sich lege.

©by Jenny
01. Juni 2011

Muschelflug
01. Juni 2011

Nachtvogel...

herzlich willkommen und danke für den "Einstand" *g*
01. Juni 2011

Was ich glatt vergessen habe, natürlich freue ich mich auch über eure Meinung zu dem Gedicht, Lob, Kritik oder was immer euch dazu einfätt. *g*

@kamm und tangocleo
vielen Dank für eure Vorschläge. *danke*

Lieben Gruß
Jenny
02. Juni 2011

Nachtvogel finde ich auch gut.
02. Juni 2011

Mir gefällt, daß du lange Zeilen setzt. Das ist reichhaltiger nicht nur im Sinne von vollständigen Formulierungen, also mehr Fleisch in der Zeile, sondern es bietet auch mehr Möglichkeiten der Betonung, der melodiösen Interpretation. Darüberhinaus ist auch mehr Masse da, mit der man sehr gut arbeiten könnte, wollte man ein bestimmtes Versmaß erreichen. Ich würde übrigens auf die Rechtschreibung im Falle von „dass“ verzichten und das herkömmliche „ß“ setzen, weil es mir viel stimmiger in diese Form passte.

In Vers eins, Zeile vier würde ich „hat“ weglassen oder durch „schon“ ersetzen.
In Vers drei würde ich „hinaus“ anstelle von “davon“ setzen, um keine Wiederholung in der folgenden Zeile zu haben.
In Vers vier, Zeile vier gefiele mir „Erreichen das, was keiner sonst wohl schafft" besser.
In Vers fünf, Zeile zwei fände ich „von Glück“ schöner.
Bei „heller Schrei“ ist ein „t“.
Die Satzzeichen am Ende der Zeilen sollten alle weg.
02. Juni 2011

Hallo kamm,

erst einmal vielen Dank für dein ausführliches Feedback und deine Verbesserungsvorschläge.

Mit diesen blöden Rechtschreibfehler hast du völlig Recht, den habe ich leider zu spät bemerkt und wusste nicht wie ich den noch ändern konnte.

Mich würde interessieren warum du in Vers eins, Zeile vier das Wort "hat" weglassen oder durch "schon" ersetzen würdest? Ich selber habe dann irgendwie ein wenig Probleme mit dem Sprachmuster wenn ich das Wort weglasse und "schon" erscheint mir da irgendwie auch nicht so recht hinzupassen.

In Vers drei das Wort "davon" durch "hinaus" zu ersetzen ist eine wirklich schöne Idee, die ich so auch annehmen möchte.

Die Positionen der beiden Wörter "keiner" und "sonst" auszutauschen(In Vers vier, Zeile vier) find ich grade sehr interessant, denn anfangs hatte ich es auch genau so geschrieben, hatte es dann aber doch so wie in der jetzigen Fassung verändert.

Auch deinen Vorschlag für Vers fünf, Zeile zwei möchte ich gerne annehmen und dir Recht geben, es klingt definitiv schöner.

Du scheibst zum Schluss, dass die Satzzeichen am Ende der Zeilen alle weg sollten, das verstehe ich nicht ganz. Ich mein ich bin auch kein "Dichterprofi" oder so, nur meine ich mich zu erinnern, das mir vor einigen Zeiten jemand sagte das man dies grundsätzlich so macht. Kannst du mir vielleicht erklären wann man Satzzeichen verwendet und wann nicht?

Lieben Gruß

Jenny
02. Juni 2011

Am Ende ist es eine Geschmacksache, was die Satzzeichen angeht. Im Allgemeinen hält man sie bei Lyrik für nicht angemessen, weil

die Struktur der Verknappung und Verdichtung quasi automatisch alles nicht Bedeutungtragende wegfallen lässt bzw.

der Aufbau in Zeilen von ähnlicher Länge und vergleichbaren semantischen Einheiten zumindest die Satzzeichen am Zeilenende überflüssig macht.

In deiner neuen Zeile

Beflügelt von neuen Erfahrungen, von Glück

macht das Komma zum Beispiel einen Unterschied und kann nicht weggelassen werden. Die anderen Kommas innerhalb deiner Zeilen könnten einzeln geprüft und zum Teil auch rausgenommen werden. Ich denke, sie können alle bis auf die am Ende der Zeilen bleiben.

Auch das mit dem "hat" und dem "schon" ist meine geschmackliche Sache. Das "hat" macht in meinen Ohren durch die Stellung im Satz eine syntaktische Stolperstelle, die zwar Tradition hat, an die ich mich aber wohl nicht gewöhnen werde.

Du kannst eine Moderatorin um die Änderungen bitten oder deine neue Version als weiteren post anfügen.
02. Juni 2011

Der Tippfehler ist ausgebessert.
24. April 2012

" Adonis der Nacht"

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