Alfs Gedichte Lounge

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Themenersteller
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23. Sep

Nun Sieh!
Nun sieh, die Welt erlebt Bescherung!
Ein Fall der Mauern steht uns kurz bevor –
und wundersam ist die Vermehrung:
ein dunkles Mörderheer steht vor dem Tor!

Und doch gibt es Leute, die noch träumen.
Sie glauben sich in bester Sicherheit!
Der Vernunft den Vorrang einzuräumen,
so sagen sie, sei wohl nicht an der Zeit…

Die Esel wähnen sich bei dem Verstand,
der alles nachvollzieht, was vorgekaut,
den Dreck noch liebt am Straßenrand –
der andre wehrt sich eifrig seiner Haut!

Doch kommt’s drauf an wer sich da wehrt –
das darf nicht jeder hier in diesem Haus!
Der Primitive ist dabei ganz unbeschwert –
er denkt noch richtig – so „geradeaus“!

Das heißt: er schlägt auf alles Gute ein!
Er duldet nicht, daß Freiheit für uns lebt –
was anders ist, das darf nicht sein…
seht wie das Blut an seinen Händen klebt!

Der Urmensch tarnt sich sehr geschickt –
er benützt jede nur erdenkliche Masche,
er ist verfolgt, er geht, voll Gram gebückt!
Und deshalb füllt man ihm seine Tasche!

Doch im Geheimen will er allen „danken“,
indem er seine Regeln vorzugsweise pflegt.
Er missachtet froh Gesetzesschranken –
und bald ist unser Schutz hinweggefegt:

was Menschlichkeit, Kultur ausmacht!
Wir sehen um uns viele „echte Helden“!
In ihrem Dunstkreis wird nicht so gedacht,
wie wir’s erhoffen und es ist zu vermelden:

Sogar die ganz normalen Mitverschwörer,
die gar nicht töten, die nur tolerieren,
sind in Wahrheit nichts als nur Zerstörer,
durch die wir unsere Welt nun bald verlieren…

©Sur_real
 
Themenersteller
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23. Sep

So unbequem
Ich bin ein schwer wiegender Fehler,
ein gewissenhafter Gedankenhehler –
denn ich verstecke die Vernunft,
als Mitglied einer sehr alten Zunft,
in lustigen Verpflegungspaketen…
meine Gedanken sind Atomraketen!

Ich habe leider vor nichts Respekt –
außer wenn echte Würde drin steckt…
hohle Figuren kann ich nicht leiden!
Ihren Dunstkreis zu vermeiden
und allen zu raten das auch zu tun,
das lässt mich nicht rasten oder ruh’n!

Wer mich gewollt, geboren hat, der
hat nicht gewusst, daß ich irgendwer
nicht bin, sondern eben eine Geißel –
Pinsel und Stift, Hammer und Meißel,
sind mir zu Diensten wenn ich es will!
Und ich handle nach meinem Gefühl!

Doch das eckt eben an, passt selten,
denn mich trennen von euch Welten –
ihr habt euch, nicht ich mich, separiert,
und mich dafür zum Unhold gekürt!
Damit kann ich leben, je nach dem…
Ich bin und ich bleibe so: unbequem!

©Sur_real
 
Themenersteller
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23. Sep

Unsere Allüren
Taten stehen vor uns, walten,
heimlich und total verloren –
und sie machen tiefe Falten,
in Dämonen, die geschoren,
für Gedanken, klein und schwach
(ja, die kennen sie nicht mal),
Figuren sind beim Lebensschach,
leichterdings und allemal!

Groß sind immer jene Pfade –
ausgetreten durch die Bilder –,
die für alle Vor- sind, schade!
Nicht so dicht: die Hinweisschilder
mahnen, etwas zu erbringen
das mit leeren Werten prunkt.
Unser stetes, dummes Ringen
hat nur Ess-oh-ess gefunkt.

Unverstanden, gar verschlossen,
aus der Weisheit, aus dem Sinn,
sind wir nur im Nichts erschlossen,
eingesperrt vom Her und Hin,
doch wir trauen Aug‘ und Zellen,
die so grau sind wie der Tod!
Was ist hier noch zu bestellen?
Alle Welt ist aus dem Lot!

Und sogar die Götter machen
einen Unsinn nach dem andern,
ganz verrückte Spiele – Sachen,
daß wir denken: auszuwandern
wär‘ hier wirklich nicht verkehrt.
Doch wohin soll es denn gehen?
Jeder Ausweg ist verwehrt!
Also lieber Quatsch gestehen?

„Ich hab alles dumm gestaltet,
denn so war es eingerichtet!
Im Voraus war ich schon veraltet,
eingegrenzt und aufgeschlichtet
durch die Mühle aus Versagen“.
Die läuft wie von selber rund!
Deshalb will ich nichts beklagen,
nein, ich küsse auf den Mund:

all die Sporen, die mich treiben,
in den Abstand, ins Vergessen,
denn ich muss ja dabei bleiben:
vor dem Kotzen soll man essen!
Keine Sau weiß noch warum
wir hier auch den Kopf verlieren.
Was kommt wirklich dabei rum –
im Zuge unserer Allüren?

©Sur_real
 
Themenersteller
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25. Sep

Unbeschwert
Gewiss - ich bereue alle guten Taten,
die ich aus Angst um euch vollbrachte,
ich lob‘ die Hölle, Satansbraten –
ja, ich bereue, daß ich dachte!

Das hätte ich mir sparen können,
ihr habt verdient, was ihr bekommt.
Nun werde ich mich von euch trennen,
ich seh‘ jetzt zu wie man euch bombt.

Sich für eine Brut noch zu bemühen,
die gar nicht wissen will, was eben
so geschieht, wozu die Blumen blühen,
das lässt meinen Geist nicht schweben!

Ihr könnt in euren Sümpfen bleiben
und fressen was man euch beschert –
ich werde eine andre Kunst betreiben,
für mich allein – und unbeschwert!

©Sur_real
 
Themenersteller
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25. Sep

Schon längst beschlossen
(mein Abschiedsgedicht)


Meine Träume sind zerbrochen
und der Abschied ist so nah –
denn das Urteil ist gesprochen:
„Es ist nun euer Ende da!“

Ihr habt ja alles aufgegeben –
Falschheit hat euch das souffliert!
Es geht jetzt noch um euer Leben –
wenn ihr das überhaupt kapiert…

Dabei will ich keine Rolle spielen.
Ihr müsst gehen, weil ihr wollt,
daß, nebst allen alten Zielen,
euch ein neues wirksam überrollt!

Ich werde euch da nicht begleiten,
wo ihr, durch eigenes Verschulden,
untergeht, nicht für euch streiten!
Ihr müsst die Pein allein erdulden!

Es ist passiert, die Zukunft ist zerstört!
Ich wünsch‘ euch eine gute Nacht,
weil bald nichts mehr zu euch gehört –
ihr habt ja leider nicht gedacht…

Seht mal zu wie ihr verendet –
und bleibt dabei ganz unverdrossen.
Ihr habt euch gegen Euch verwendet.
So war der Niedergang beschlossen!

©Sur_real
 
Themenersteller
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25. Sep

Unfassbar!
Ihr habt’s getan, es ist doch nicht zu fassen!
Ihr gebt euch die Hände derer, die euch hassen!
Und das soll gut sein – nur weil man hierzulande
angeblich viel mehr Arbeitskräfte braucht?
Glaubt ihr wirklich der Verbrecherbande,
die euch nun kopfüber die Scheiße taucht?

Was glaubt ihr denn kommt nun auf euch zu?
Ihr seid mit eurem Ende schon auf Du und Du!
Ein wunderbares Land der ach, globalen Liebe,
das schwebt euch vor, das bildet ihr euch naiv ein?
Bemerkt ihr die arg-dekadenten Schübe
nicht – trinkt doch dagegen mal den reinen Wein!

Das hilft, ihr werdet sofort Missetaten sehen,
und auch, daß sie euch bald den Hals umdrehen!
Was eurem armen Geist bisher verschlossen blieb,
das holt euch ein und zeigt euch endlich klar:
nur ihr habt sie – sie haben euch nicht lieb…
und, daß eure Sanftmut nur ein dummer Irrtum war!“

Schwer zu glauben ist’s, daß jemand derart blöd,
wie es nicht mal schwarz auf weiß, im Buche steht,
sein kann, wenn es an Glück und Frieden krankt!
Was ihr da angestellt habt wird euch noch bedrücken!
Dem Schicksal sei der Rundumschlag noch gedankt?
Auf jeden Fall wird euch wohl nichts mehr glücken!

©Sur_real

Zusatz: Die Schlächter sind nicht vertrieben worden! Deshalb werde ich mich nun für unbestimmte Zeit verabschieden... manche werden sich darüber freuen, da bin ich mir sicher!

ciao!
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