Was bleibt?

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Themenersteller
 Themenersteller
15. Mai

Was bleibt?
Was bleibt?

Was bleibt,
wenn ich alles über Liebe weiß,
doch über Liebe leben nichts,
was bleibt?

Was bleibt,
wenn ich all die Gedichte über Liebe schrieb
die mein Kopf, mein Körper, meine Seele war'n,
was bleibt?

Was bleibt,
wenn ich zu schreiben aufgab für die Liebe,
um sie zu leben statt zu träumen
und diese Träume mit ihr starben,
als das LiebesLeben seinen letzten Atemzug getan,
was bleibt?

Was bleibt,
wenn ich weiß, ich kann das Lieben, ja
doch nun auch weiß,
Beziehung blieb mir immer fremd und wird es immer bleiben,
was bleibt?

Was bleibt,
wenn ich Beziehung fühle als Versuch
Liebe zu disziplinier'n aus Angst sie zu verlier'n
und Liebe durch Beziehung meistens stirbt,
auf kurz... … … oder auf lang.
Was bleibt?

Wenn ich dir sag dass ich dich liebe
heißt das doch nicht ich bin jetzt dein,
und als Du sagtest, ich will dass Du nur mir gehörst
hatte sich wie in Säure die Liebe in mir aufgelöst.

Was bleibt?

(C) Aladin Sane 5'2018
 
 
16. Mai

Was bleibt?
Angst
 
 
16. Mai

Hallo guten Morgen !

Was bleibt ?

Ich bin eher führ das Wort

Hoffnung ...!

Lg
 
Themenersteller
 Themenersteller
16. Mai

Ich danke Euch von Herzen für Eure Antworten!! *herz*

Dass es die so oft genannte Bindungsangst ist, ist mir mit Respekt zu einfach, ich denke dass es tiefer ist...

und...
Dieser sehr düstere Text ist dagegen sehr sicher ein Versuch, ein wenig Hoffnung in diese dunkle Zeit zu bekommen... und das Ende der lichtschluckenden Mauer aus unendlich vielen, unendlich hohen Messlatten zu erreichen... (DANKE dafür!)

Herzlich
Aladin
 
 
16. Mai

Hoffnung
Im Tantra ist Hoffnung fehlgeleitete Angst.
 
 
16. Mai

Verzei

wahrummm ?

ist das den führ dich ein

Bindeglied zu den oben

Ausgedrückt Worten

Ich sehe keine Verbindung zu tantra

Ich sehe Dunkelheit aber auch das erkennen von dem was daraus entstehen könnte eine ander liebe

Die daraus lernt was Gift wahr ...

Also eine weiter Ebene zur Selbsterkenntnis




Lg Klara

Ps (Rechtschreib Schwäche )
 
 
16. Mai

Was bleibt?
Was bleibt,
wenn die Narben der Säure verblassen,
der Schmerz der Liebe vergeht, Einsamkeit ist ähnlich.
Ich gehöre wieder mir selbst und öffne mich,
Erinnerung und Hoffnung,
Das bleibt.

Danke, Aladin, berührend...
 
 
16. Mai

Danke
ich klicke mir mal wieder die Finger wund am Danke-Knopf...
Deshalb auf diesem Weg.

Da hilft nur ein anderes Liebesverständnis: Teilen statt haben wollen.
 
 
16. Mai

Zitier Lanzelot

Was bleibt?
Ich gehöre wieder mir selbst





Der Ansatz gefällt mir garnicht !

Ich bin der Meinung selbst in der größten liebe zu einen Mensch

Gehöre ich mir selbst
Und Mus darauf achten
mich selbst wahr zu nehmen

zu schützen vor fremdkontrole

Sich selbst zu lieben

Nur so kann ein Verlust überstanden
Werden

Oder Saure Angriff

aus was führ gründen auch immer es dazu kommt

Schlicht Weck Überlebens fähig bleiben

bitte ein Lächeln ;-)))
 
 
16. Mai

Glasgarten hat natürlich recht. *mrgreen*
Liebe ist nicht Selbstaufgabe.
 
Themenersteller
 Themenersteller
16. Mai

Ihr(!) lasst mich lächeln!!!! DANKE!
... und ein warmer Schauer durchströmt mich, wenn ich mir ansehe, wie mein Text eine "richtige" Unterhaltung in dieser Gruppe auslösen durfte, ich mit dem Text Gedanken und Gefühle in Gang setzen konnte. Etwas schöneres kann ich mir für meine Texte nicht wünschen.

Wenn ich auch nicht mit allem einer Meinung bin, ich danke Euch allen von ganzem Herzen für eure Gedanken!!

... die Hoffnung bedeutet für mich persönlich: Neue Lebensenergie und neue Lebensfreude und den ersten Schritt zur Überwindung von Schmerz und Angst... Mag auch im Tantra eine andere Philosophie gültig sein. *g*

Herzlichst
Aladin - Leo
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod
16. Mai

Das, was Du in Deinem Text schreibst - vermutlich über Dich selbst, Aladin - das musste ich auch gerade erleben. Von der anderen Seite des Gartenzauns.

Eine wundervoll beginnende Beziehung endete mit "ich hab Dich lieb", weil das den emotionalen Stecker beim Gegenüber zog.

Eine Sache, die mich völlig verwirrt zurückgelassen hat. Ich kann so etwas nicht nachempfinden. Mir fehlt das Verständnis dafür. Ich bin nun mal anders gestrickt.

Und genau deshalb finde ich Deinen Text ganz besonders interessant, Aladin. Denn er beschreibt das, was ich einfach nicht verstehen kann, oder will.

Gut geschrieben ist er ohnehin, das weißt Du eh. *zwinker*

Von Herzen ganz liebe Grüße
Anke
 
Themenersteller
 Themenersteller
16. Mai

Ja, natürlich ist der Text so persönlich, wie es mehr nicht sein kann und der Status Quo meiner Entwicklung und (Selbst-) Erkenntnis seit der letzten Beziehung.
Auch wenn's immer noch sehr düster anmutet... bis zu dieser Erkenntnis, wie ich nunmal bin, war's ein sehr langer Weg und wo dieser hinführt... *nixweiss**

Ich kann nicht erklären, warum es so ist, doch rückblickend habe ich festgestellt (und jedes Wort ist bewusst gewählt): Je mehr eine Liebe zu Beziehung mir mutiert und je mehr die Verliebtheit in Vereinbarungen und gegenseitigen Ansprüchen ertrinkt, desto mehr verblasst mir Liebe, bis sie nur noch dahinsiecht, seelisch wie auch körperlich. Der Todesstoß ist dann der oft gehörte Satz "Ich will dass Du nur mir gehörst".

Was nun daraus wird, was ich daraus "machen" werde... nicht die geringste Ahnung, daher: Was bleibt?
Alles, was ich weiß ist, dass es wohl vielen Menschen ähnlich geht...
 
Gruppen-Mod
 Gruppen-Mod
16. Mai

Der Titel ist wohl gewählt, Leo!

Es ist nun mal oft so, dass wenn man jemanden von Herzen lieb hat, man ihn gerne für sich haben will.
Für manche Menschen selbstverständlich, für andere ein Gefängnis, aus dem man nur noch zu entkommen zu versucht.

Was bleibt?
Dinge vorher klären, die man gar nicht klären kann, weil sich Gefühle oft anders entwickeln, als es beabsichtigt war. Bei sich selbst und beim Gegenüber.

Selbstschutz ist eine schwierige Sache.
 
Themenersteller
 Themenersteller
16. Mai

und das ist, was mich so verwirrt und mir ein dumpfes Kratzen im inneren Ohr verursacht:

Es ist nun mal oft so, dass wenn man jemanden von Herzen lieb hat, man ihn gerne für sich haben will.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wie sagte @TomQuichote so schön:
Teilen statt haben wollen.

Was heißt eigentlich "für sich haben wollen"? Schon die Bedeutung dieses Ausdrucks verstehe ich schlichtweg nicht, weil "haben wollen" in Bezug auf einen Menschen doch überhaupt nicht passt.
Mir geht's dabei überhaupt nicht um "richtig oder falsch", um Missionieren oder ähnliches, in meiner tiefen Seele komme ich einfach nicht damit klar, verstehe einfach nicht, was damit gemeint ist, wenn man von einem Menschen sagt, den will ich "haben"...

Oberflächlich gesehen ist mir natürlich klar, dass damit eine Beziehung gemeint ist, aber auch das hat doch nichts mit "haben" zu tun. Denn die Sichtweise "ich habe ihn" für eine Beziehung spricht für mich doch gegen die Achtung und den Respekt vor einem geliebten Menschen? Ich weiß dass diese Sichtweise die gängige ist, ich versteh's aber trotzdem nicht. Ich fange halt wieder bei Null an und möchte das auch...
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